Neukundengewinnung: Die Betriebsrenten Reform

Wenn es um die Generierung von Neukunden im Bereich „B2B“ geht und insbesondere wenn das anzusprechende Thema „betriebliche Altersvorsorge“ heißt, dann sind neue Impulse bei der telefonischen Erstansprache (die sogenannten Kaltakquise) immer hilfreich und gerne gesehen.

Nun ist die Betriebsrente „frisch“ reformiert. Die betriebliche Altersvorsorge wird für den Arbeitgeber endlich interessanter, da die Haftung der Arbeitgeber für Betriebsrenten im Rahmen eines Sozialpartnern-Models entfällt. Das Unternehmen grundsätzlich dazu verpflichtet sind ihren Mitarbeitern gegenüber eine Entgeltumwandlung für die Altersvorsorge (sofern gewünscht) zuzulassen, hat sich nichts geändert.

Und auch mit der reformierten Betriebsrente ist es nicht so, das der Arbeitgeber proaktiv seinen Mitarbeitern gegenüber die betriebliche Altersvorsorge anzubieten muß. Diese vermeintliche Verpflichtung auf Arbeitgeberseite besteht auch jetzt nicht.

Eine so genannte Entgeltumwandlung betrifft jeden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Dies gilt unabhängig davon ob in voll- oder Teilzeit gearbeitet wird. Das Unternehmen schließt für seinen Mitarbeiter einen so genannten Vorsorgevertrag ab und zieht Monat für Monat den vereinbarten Beitrag für die betriebliche Altersvorsorge vom Gehalt ab.

Das wirklich neue an dieser Vereinbarung ist, dass dem Mitarbeiter gegenüber, statt einer Garantierente „nur“ eine unverbindliche Zielrente angeboten/genannt wird.

Es wird in der Zukunft somit kein fester Betrag mehr zugesichert, sondern nur ein Ziel genannt.

Die Politik argumentiert, dass wir durch diese neu Regelung im Ergebnis höre Renditen erzielt werden können und auch der Arbeitgeberverband begrüßt die Übereinkunft der großen Koalition sei nun ein Kompromiss gefunden worden von dem alle Beteiligten profitieren. So jedenfalls die Aussage des Hauptgeschäftsführers O. Zander

Das Hauptargument hierfür ist, dass Arbeitgeber nun keine Rücklagen für Haftungen mehr bilden müssen, dadurch können höre Erträge erwartet werden. Dies soll gleichzeitig der Impulsgeber sein,  dass Unternehmen sich stärker für ihre Arbeitnehmer und betriebliche Altersvorsorge entscheiden und diese ihren Mitarbeitern gegenüber „proaktiv“ anbieten.

Welche Nachteile hat die Betriebsrente?

Dem Arbeitnehmer muss klar sein, dass in der Auszahlungsphase die gesetzlich krankenversicherung auf die Betriebsrente, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen müssen.  Dadurch minimiert sich der auszuzahlende Betrag. Zudem muss die betriebliche Altersvorsorge nachträglich versteuert werden. Dies geht in dem Fall das Sozialversicherungfreie Gehaltsanteile für die betriebliche Altersvorsorge umgewandelt werden. In der Folge fällt die gesetzliche Rente dann geringer aus.

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